
Lamas und Alpakas sind domestizierte Tiere und dürfen deshalb auch von Privatpersonen gehalten werden. Seit 1996 sind sie in Deutschland als landwirtschaftliche Nutztiere im Sinne des § 51 BeWG anerkannt.
Der Vieheinheitenschlüssel wurde ohne Altersabstufung festgelegt mit: 0,10 VE für Lamas und 0,08 VE für Alpakas.
Neuweltkameliden benötigen keinen geschlossenen Stall.
Es genügt ein Unterstand, der vor Sonne, Regen und Wind schützt. Futter (Raufutter wie Gras und Heu, evtl. Stroh) und frisches Wasser müssen immer zur Verfügung stehen. Mineralsalze sollten ebenfalls nicht fehlen.
Zur Zahnpflege und gegen Langeweile helfen einige Äste an denen gerne geknabbert wird. Die meisten Bäume müssen geschützt werden, sonst werden sie geschält, da Rinde auch sehr schmackhaft sein kann.
Laktierende Stuten oder Jungtiere bekommen ab und an mal ein paar Gramm Guanako (Fa. Marstall) von mir. Zuckerrübenschnitzel, Brot, Kuchen usw. füttere ich nicht!
Zu Giftpflanzen sollten die Tiere natürlich keinen Zugang haben. Leider kann man es oft nicht verhindern, dass von „außen“ zugefüttert wird. So starb z. B. 'ML Murphy' an einer Eibenvergiftung. Ein gutmeinender Nachbar hat dem damaligen Besitzer den Heckenabschnitt über den Zaun geworfen. Und 'Larissa' starb vier Tage nach einer Grasentsorgung (Rasenmähergras) an Organversagen.

'ML Murphy'
2008 © by Cornelia Sprink · Stand 20091026